Feiertage in NRW 2026 – das müssen Unternehmen in Deutschland beachtena

Feiertage in NRW 2026 – das müssen Unternehmen in Deutschland beachten

Inhaltsverzeichnis

Das Jahr 2026 bringt für Unternehmen in Nordrhein-Westfalen elf gesetzliche Feiertage mit sich, die erhebliche Auswirkungen auf die Personalplanung und Lohnabrechnung haben. Die richtige Vorbereitung auf diese arbeitsfreien Tage kann Bußgelder vermeiden und die betriebliche Organisation verbessern. Feiertage in NRW 2026 – das müssen Unternehmen in Deutschland beachten.

Gesetzliche Feiertage stellen für Unternehmen weit mehr dar als bloße arbeitsfreie Tage im Kalender. Sie bringen komplexe rechtliche Verpflichtungen mit sich, die von der Entgeltfortzahlung bis zu möglichen Ausnahmegenehmigungen reichen. Die Feiertage in NRW 2026 erfordern dabei eine besonders sorgfältige Planung.

Einige der Feiertage fallen auf Werktage und haben damit direkte Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb. Unternehmen, die diese Regelungen kennen und frühzeitig umsetzen, können nicht nur rechtliche Risiken minimieren, sondern auch ihre Mitarbeiter:innen zufriedenstellen.

Gesetzliche Grundlagen für Arbeitgeber:innen

Die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen für Feiertage sind bundesweit einheitlich geregelt, während die konkreten Feiertagstermine durch Landesgesetze bestimmt werden. Das Arbeitszeitgesetz definiert in Paragraf 9 ein grundsätzliches Beschäftigungsverbot an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen von 0 bis 24 Uhr.

Dieses Verbot schützt die Arbeitsruhe und dient der seelischen Erhebung der Beschäftigten. Unternehmen müssen zudem beachten, dass bei Verstößen gegen diese Regelungen Bußgelder bis zu 30.000 Euro pro Verstoß drohen können. Parallel dazu verpflichtet das Entgeltfortzahlungsgesetz Arbeitgeber:innen zur vollständigen Lohnzahlung, wenn Arbeitszeit infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt.

Diese Pflicht gilt unabhängig davon, ob die Mitarbeiter:innen in Voll- oder Teilzeit beschäftigt sind. Die rechtlichen Details zu beiden Regelwerken lassen sich auf der offiziellen Seite des Arbeitszeitgesetzes nachlesen.

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Alle Feiertage in NRW 2026 im Überblick

Im Folgenden finden sich alle Feiertage in NRW 2026 im Überblick.

Terminkalender für die Personalplanung

Die folgende Übersicht zeigt alle elf gesetzlichen Feiertage in NRW im Jahr 2026 mit ihren Wochentagen:

Feiertag Datum Wochentag
Neujahr 01.01.2026 Donnerstag
Karfreitag 03.04.2026 Freitag
Ostermontag 06.04.2026 Montag
Tag der Arbeit 01.05.2026 Freitag
Christi Himmelfahrt 14.05.2026 Donnerstag
Pfingstmontag 25.05.2026 Montag
Fronleichnam 04.06.2026 Donnerstag
Tag der Deutschen Einheit 03.10.2026 Samstag
Allerheiligen 01.11.2026 Sonntag
1. Weihnachtstag 25.12.2026 Freitag
2. Weihnachtstag 26.12.2026 Samstag

Besonderheiten bei Brückentagen und Wochenenden

Im Jahr 2026 fallen mehrere Feiertage günstig für Arbeitnehmer:innen, die ihre Urlaubstage strategisch planen möchten. Neujahr am Donnerstag sowie Christi Himmelfahrt und Fronleichnam bieten klassische Brückentage-Möglichkeiten.

Der Tag der Arbeit und die Weihnachtsfeiertage schaffen verlängerte Wochenenden. Allerdings fallen der Tag der Deutschen Einheit und Allerheiligen auf Wochenendtage, wodurch keine zusätzlichen arbeitsfreien Werktage entstehen.

Ausnahmeregelungen für bestimmte Branchen

Nicht alle Unternehmen müssen ihre Geschäftstätigkeit an Feiertagen vollständig einstellen. Das Gesetz sieht zahlreiche Ausnahmen vor, die beispielsweise folgende Bereiche betreffen:

  • Not- und Rettungsdienste sowie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
  • Gaststätten, Hotels und andere Einrichtungen zur Bewirtung und Beherbergung
  • Verkehrsbetriebe und Tankstellen für den öffentlichen Verkehr
  • Produktionsbetriebe mit kontinuierlichen Prozessen, die nicht unterbrochen werden können
  • Landwirtschaft und Tierhaltung für die notwendige Versorgung der Tiere

Weitere Informationen zur Entgeltfortzahlung an Feiertagen finden sich im Entgeltfortzahlungsgesetz, das die konkreten Pflichten der Arbeitgeber:innen regelt.

Lohnfortzahlung und steuerliche Aspekte

Arbeitgeber:innen sind verpflichtet, für alle Beschäftigten das volle Arbeitsentgelt fortzuzahlen, wenn die Arbeitszeit infolge eines Feiertags ausfällt. Dies gilt auch für Teilzeitkräfte, Aushilfen und Auszubildende, sofern sie an diesem Tag üblicherweise gearbeitet hätten.

Bei Schichtarbeiter:innen und Mitarbeiter:innen mit wechselnden Arbeitstagen gelten besondere Regelungen, die den tatsächlichen Dienstplan berücksichtigen. Müssen Beschäftigte ausnahmsweise an einem Feiertag arbeiten, haben sie Anspruch auf einen Ersatzruhetag innerhalb von zwei Wochen.

Zudem können Feiertagszuschläge anfallen, wenn diese tarifvertraglich vereinbart wurden. Solche Zuschläge sind unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 125 Prozent oder an besonderen Tagen wie dem 1. Mai bis zu 150 Prozent des Grundlohns steuerfrei.

Praktische Handlungsempfehlungen für Betriebe

Eine frühzeitige Jahresplanung ist unerlässlich, um die Feiertage in NRW optimal in die betrieblichen Abläufe zu integrieren. Unternehmen sollten bereits zum Jahreswechsel einen Feiertagskalender erstellen und diesen allen Führungskräften zur Verfügung stellen. Die Personalabteilung sollte rechtzeitig klären, welche Mitarbeiter:innen an welchen Tagen eingeplant sind, um die Entgeltfortzahlung korrekt zu berechnen.

Betriebe, die auf eine Ausnahmegenehmigung für Sonn- und Feiertagsarbeit angewiesen sind, müssen diese rechtzeitig bei der zuständigen Aufsichtsbehörde beantragen. Dabei ist zu beachten, dass die Genehmigung nicht automatisch erteilt wird, sondern eine Einzelfallprüfung erfolgt. Die Dokumentation der Arbeitszeiten an Feiertagen sollte sorgfältig geführt werden, um bei Prüfungen durch die Arbeitsschutzbehörde alle erforderlichen Nachweise vorlegen zu können.

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Feiertage in NRW 2026 in der Zusammenfassung

Die korrekte Handhabung der Feiertage in NRW 2026 erfordert von Unternehmen eine gründliche Kenntnis der gesetzlichen Vorgaben und eine vorausschauende Planung. Die elf gesetzlichen Feiertage bringen sowohl rechtliche Verpflichtungen als auch organisatorische Herausforderungen mit sich.

Wer die Regelungen zur Entgeltfortzahlung, zu Beschäftigungsverboten und zu möglichen Ausnahmen kennt, kann nicht nur Bußgelder vermeiden, sondern auch das Vertrauen der Belegschaft stärken.

Feiertage in NRW 2026: FAQs

Müssen Arbeitgeber:innen auch dann Lohn zahlen, wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt?
Das hängt von der vertraglichen Regelung ab. In den meisten Unternehmen arbeiten Beschäftigte ohnehin nicht sonntags, daher entfällt die Entgeltfortzahlungspflicht. Nur wenn am Sonntag regulär gearbeitet würde, besteht ein Anspruch auf Lohnfortzahlung für den Feiertag.

Was passiert, wenn Mitarbeiter:innen am Tag vor oder nach einem Feiertag unentschuldigt fehlen?
In diesem Fall entfällt der Anspruch auf Bezahlung für den Feiertag gemäß Entgeltfortzahlungsgesetz. Diese Regelung soll verhindern, dass der Feiertag missbräuchlich zur Verlängerung einer eigenmächtigen Auszeit genutzt wird.

Wie werden Feiertage bei Kurzarbeit behandelt?
Während Kurzarbeit wird für Feiertage kein Kurzarbeitergeld gezahlt. Stattdessen muss der Arbeitgeber die volle Lohnfortzahlungspflicht übernehmen, als würde regulär gearbeitet. Die Arbeitszeit, die am Feiertag ausfällt, gilt als infolge des Feiertags ausgefallen.

Artikelbild: Unsplash / Tim Mossholder; Keywords: Feiertage in NRW 2026