Gold als Wertanlage neu entdeckt – Edelmetall-Nachfrage im Wandel

Gold als Wertanlage neu entdeckt – Edelmetall-Nachfrage im Wandel

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Gold hatte schon immer seine Fans, wurde im Laufe der Zeit aber von anderen, trendigeren Geldanlagen verdrängt. Doch in den letzten Jahren ist aus dem leicht angestaubten Klassiker wieder ein Gesprächsthema geworden. Gold als Wertanlage neu entdeckt? Die Edelmetall-Nachfrage im Wandel wird in diesem Beitrag näher betrachtet.

Verfolgt man die Finanznachrichten und Empfehlungen, ist das Edelmetall in aller Munde. Der Preis ist spürbar gestiegen, und viele fragen sich inzwischen: Soll ich einsteigen? Oder ist es schon zu spät? Und wie geht man das eigentlich richtig an?

Gold ist auch für Unternehmerinnen und Unternehmer ein Thema. Immer häufiger taucht es als Bestandteil des Firmenvermögens oder beispielsweise auch als Teil der privaten Altersvorsorge auf. Auch hier gibt es wichtige Aspekte zu beachten.

Insgesamt ist das Edelmetall als Geldanlage noch bzw. wieder im Rennen und zugleich interessant für all diejenigen, die ihr Gold, sei es als alten Schmuck oder Zahngold, zu guten Konditionen verkaufen wollen.

Altes Metall, das wieder stärker interessiert

Die Gründe für den aktuellen Aufschwung liegen weniger in Spekulation als in der allgemeinen Welt- und Wirtschaftslage. Politische Unsicherheiten, schwankende Aktienmärkte und Kriege treiben den Preis normalerweise nach oben. Gold ist so etwas wie ein sicherer Hafen.

Es kann jahrelang gehortet werden und verliert nie wirklich an Wert, während es drumherum turbulent zugeht. Es mag Schwankungen mitmachen und geht selbstverständlich nicht immer nur nach oben, aber es gilt als stabile und solide Wertanlage.

Privater Verkauf von Gold als aktuelle Möglichkeit

Das macht es für viele Anleger so angenehm: Man kauft kein Trendobjekt, das Gewinne in Rekordzeit verspricht, sondern ein Stück Beständigkeit. Wer übrigens altes Gold zu Hause hat, wie Großmutters Schmuck aus der Schublade, geerbte Münzen oder Großvaters Zahngold, kann den aktuellen Preistrend auch in die andere Richtung nutzen.

Deutschlandweit gibt es Juweliere, die sich auf den Goldankauf in München, Berlin oder Hamburg spezialisiert haben. Seriöse Anbieter ermitteln den Wert der Stücke fachgerecht und zahlen auf Wunsch bar aus.

Welche Möglichkeiten gibt es, in Gold zu investieren?

Wenn man Gold kauft, bedeutet das nicht einfach, dass man sich einen Goldbarren unters Bett legt. Es gibt verschiedene Optionen, in das Edelmetall zu investieren, wie folgende Beispiele zeigen:

  • Physisches Gold: Das sind Barren im klassischen Sinne zum Anfassen. Viele schätzen die Tatsache, echtes Gold zu besitzen, allerdings erfordert das auch eine sichere Aufbewahrung. Ideal ist ein Bankschließfach, oder auch ein Tresor in den eigenen vier Wänden.
  • Goldmünzen: Ein weiterer Klassiker: Münzen wie der Krügerrand, Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker sind weltweit bekannt und lassen sich ausgezeichnet wieder verkaufen.
  • Gold-ETFs und ETCs: Hier wird es schon etwas abstrakter, denn man kauft keine echte Unze, sondern ein Wertpapier, das den Goldpreis abbildet. Ideal für alle, die kein Problem mit der Lagerung haben wollen.
  • Goldminenaktien: In diesem Fall setzt man auf Unternehmen, die Gold fördern. Der Gewinn hängt letztlich von der Aktie und den entsprechenden Risiken und Chancen ab.

Welcher Weg der Beste ist, lässt sich nicht pauschal sagen, denn es kommt darauf an, was man vorhat. Eine interessante Option ist zum Beispiel ein Mix aus physischem Gold und Wertpapieren.

Nicht alles auf eine Karte setzen

Auch wenn Gold gerade gut läuft, sollte man nicht alles auf ein Pferd setzen. Fachleute raten normalerweise dazu, nur einen bestimmten Teil des Vermögens in Gold zu investieren. Als Faustregel gelten dazu etwa fünf bis zehn Prozent. Den Rest sollte man lieber auf weitere Bausteine wie Anleihen, Immobilien oder Aktien verteilen.

Man darf nicht vergessen, dass der Goldpreis schwanken kann und Gold auch keine Zinsen bringt. Darum wäre das Edelmetall als Hauptanlage zu riskant.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Wichtig ist zunächst einmal der Händler. Ein seriöser Anbieter beantwortet Fragen geduldig und drängt niemanden zum schnellen Kauf.

Gute Bewertungen und viele Jahre am Markt sind immer ein gutes Zeichen. Wer unsicher ist, schaut beispielsweise in Online-Rezensionen und vergleicht die Anbieter miteinander.

Klassische Barren vs. Sonderprägungen

Beim physischen Gold fährt man mit bekannten Produkten am besten. Klassische Barren und weit verbreitete Münzen sind weltweit gefragt und lassen sich auch später wieder einfach verkaufen. Ausgefallene Sonderprägungen oder Gedenkmünzen wirken auf den ersten Blick besonders attraktiv.

Sie werden aber eher von Sammlern bevorzugt und sind somit Nischenprodukte. Beim Wiederverkauf zahlen viele Händler dafür nur den reinen Materialwert, nicht das Drumherum. Wer an einen späteren Verkauf denkt, bleibt deshalb besser bei den Klassikern.

Vergleich von Händlern lohnt sich

Ein wichtiger Punkt sind die Aufschläge. Beim Kauf zahlt man immer ein paar Prozent mehr als den reinen Goldpreis, beim Verkauf bekommt man ein paar Prozent weniger. Das ist normal. Trotzdem lohnt sich der Vergleich, denn zwischen den Anbietern gibt es teilweise spürbare Unterschiede.

Tipp: Barren von bekannten Herstellern wie Umicore oder Heraeus sind weltweit anerkannt. Bei Münzen sind Stücke staatlicher Prägeanstalten eine sichere Wahl, etwa der Krügerrand oder der Wiener Philharmoniker.

Gold auch für Unternehmen interessant

Auch im unternehmerischen Umfeld hat Gold seinen Platz. Viele Firmeninhaber nutzen Edelmetalle als Baustein der betrieblichen Altersvorsorge oder als langfristige Rücklage. Besonders bei inhabergeführten Betrieben, die ihre Liquidität breit streuen wollen, ist Gold gern gesehen.

Warum? Auf Bankkonten erhält man heutzutage nur wenig Zinsen, Immobilien sind nicht sofort zu Geld zu machen und Aktien unterliegen teils heftigen Schwankungen. Gold liegt sozusagen dazwischen und kann deshalb eine gute Option sein.

Gold als Wertanlage im Fazit

Gold ist als Wertanlage wieder gefragt – vor allem in unsicheren Zeiten. Es gilt als stabil, sollte aber laut Fachleuten nur als Teil eines breiten Portfolios genutzt werden, nicht als alleinige Anlage. Beim Kauf lohnt ein genauer Vergleich der Varianten und Angebote.

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr, keine Finanzberatung.

Artikelbild: Jingming Pan / Unsplash